Sommerregen

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Der ganze Text von Hermann Hesse

Regen

Lauer Regen, Sommerregen
Rauscht von Büschen, rauscht von Bäumen.
O wie gut und voller Segen,
Einmal wieder satt zu träumen!

War so lang im Hellen draussen,
Ungewohnt ist mir dies Wogen:
In der eignen Seele hausen,
Nirgends fremdwärts hingezogen.

Nichts begehr ich, nichts verlang ich,
Summe leise Kindertöne,
Und verwundert heim gelang ich
In der Träume warme Schöne.

Herz, wie bist du wund gerissen
Und wie selig, blind zu wühlen,
Nichts zu denken, nichts zu wissen,
Nur zu atmen und zu fühlen!


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Feuerball

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Selbst dort wo noch manche Blumen blühten, in Mulden versteckt, auch sie verglühten, die Pflanzen verdorren auf trockenem Land.

Wo kein Regen mehr fällt, der die Wüste wässert. Wo niemand  mehr da ist, der die Erde verbessert, wächst kein Hälmchen mehr im heißen Sand.

Gefangen sitzt in steiniger Ritze ein Salamander in glühender Hitze. Er wagt  sich hervor nur in der Nacht.

Erinnerung blitzt auf in seinen Träumen an grüne Oasen mit Vögeln auf Bäumen und klaren Quellen in herrlicher Pracht.

Wo kein Regen mehr fällt, der die Erde verbessert, wo niemand mehr da ist, der die Wüste wässert, funkeln die Sterne in einsamer Nacht.

© bmh

29.Juli 2019 „Welterschöpfungstag“ – immer früher im Jahr.

Vom gnädigen Tod

Still hält er Ausschau.

Mit geübter Kraft schenkt er
der kleinen Maus still und
fast schmerzlos einen gnädigen Tod,
erspart ihr das qualvolle Leiden und Sterben –
Folge überdüngter Felder.

Ohne Rücksicht auf die eigene Befindlichkeit
erfüllt er seine Aufgabe bis zum letzten Atemzug,
bevor menschengemachter Widersinn
auch seine Aufgabe lähmt.

© bmh

***

Es ist, wie es ist?

Er wollte frei sein. Frei! So reiste er weit fort, nach Indien, China und in die Mongolei … Sein Wissen wollte er vermehren, auf heil’gen Bergen meditieren… um dann gereift nach Haus zurück zu kehren.

Zu Selbsterfahrungszwecken bereiste er die letzten Ecken und nahm auf sich so manche Qual. Gefährlich war es allemal.

Doch manche dieser Berge sind inzwischen Wanderpisten. Dort tummeln sich vermehrt Touristen. Sie wollen auf den höchsten Spitzen einfach in der Sonne sitzen.

Die Ruhe, die er suchte, war gestört von diesen … Massen… Unerhört!

Ein Weiser hatte ihm gesagt – er hatte ihm zwar zugehört, doch es bis jetzt nicht hinterfragt – jeder Mensch sei gleich vor Gott.

Diese Erkenntnis brachte ihn hier sehr schwer in Bedrängnis…

Wo einst heilige Stille und pure Einsamkeit, liegt heute Müll auf ausgetretenen Pisten, fortgeworfen von Touristen – Eierschalen, Büchsen, plastifiziertes Brotpapier! Er fragte sich: : Was suchst du hier? … vom Wind getrieben, Vögeln gleich, verteilt sich’s in den Bergen weit und überdauert dort die Zeit.

bmh/2008

Gratwanderung

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Wandernd auf einem schmalen Saum.
Es gehört scheinbar mit in den Traum,
in dem wir gerade jetzt verweilen
und unsre Schritte kreativ erdenken.

Lass dich nicht begrenzen, Träumer.

Gedanken schaffen eigene Konstruktionen,
Gelenkt von einer Marionette, die sich selbst erschuf,
an denen du beliebig nun die Fäden ziehst,

die überzeugt von sich nun sagt: ‘an sie erging der Ruf ‘
und meint – an sie allein.

© bmh/2.Version

mayday – Alarm im Cockpit (nützlicher Hinweis)

Anfang März meldeten Google und WordPress:
„Eine nicht autorisierte Person versucht in einen deiner Blogs einzudringen.“
Ein Crash! In dieser Zeit konnte ich meine Blogs nicht benutzen.

WordPress und Google meldeten wiederholt: „Ein Blog von dir ist bedroht“
Wer tut so etwas und mit welcher Absicht?

Als ich später den Hauptblog wieder öffnen konnte, löschte ich erst einmal zur Sicherheit die anderen Blogs.

Kurz vor Ablauf der Frist erinnerte ich mich an die automatische Mail, die jeder nach einer Löschung bekommt:

Innerhalb von vier Wochen ist es möglich, die Löschung wieder rückgängig zu machen unter: help@wordpress.com.

Ein Klick und Du hast Deinen Blog zurück. lächel