Kleine Pause

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ZeitenNacht

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… und mit dem Dämmer schwand das Licht.
Mehr und mehr verliert sich unsere Spur.

Die Gedanken tanzen unbedacht
von Grau bis Anthrazit.

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Zur Orientierung webe ich
mit hellem Silber Wort für Wort
Sterne in den Mantel der Nacht.

©bmh

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und es geschah …

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zu hören wie der zarte Wind
mit bunten Blättern spielte …

zu spüren wie er sanft
die Haut berührte …

zu sehn wie er zwei kleine Bienen
nah bei unserer Bank
zum letzten Tanz verführte …

und es geschah dass Schweigen
uns zur Wohltat wurde

© bmh

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Kleines Herbstblatt

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Leise singt der Wind
dich in mein Leben

Staunend stehe ich
und lasse mich bezaubern
von dir

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Septembernachmittag

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trees-autumn-fall-foliage.jpg

Der Nachmittag, der vergangene,
atmet noch in mir. Langsam,
und sacht verglimmt das Feuerwerk
der Möglichkeiten, hinterlässt diese …
Leichtigkeit des Seins.

Hast Du sie gesehen, die Taube?
Dort! Im Geäst. Sie beäugte uns
mit schiefem Köpfchen.

Vom nur erahnten Herbstswind erfasst,
schwebt uns ein weißes Federchen
vor die Füße.

©bmh

Morgengespräch

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Es heißt doch nicht dass Du
die Not verdrängst wenn Du
den Morgen still empfängst

Mut gehört dazu den Tag
trotz aller Fieberträume die
die Menschheit quält
erst einmal ruhig zu gestalten
und die Gedanken frei
von Angst zu halten

©bmh

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s.a. das Kommentargedicht Helmut Mayer

Lass mich mal für die Angst Partei ergreifen:
Wie sollen wir die Welt begreifen …

Flüchtlingsproblem

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 Nur Ameisen?

Ein Mensch wollte den Garten säubern
von Ameisen, den flinken Räubern.
Die hatten sich, fast über Nacht,
unter den Steinen breitgemacht.

Er hebt sie hoch, rückt sie zur Seite.
Viele Tiere suchen das Weite.

Die Babylarven, jetzt ungeschützt,
werden schnellstens unterstützt,
von Helfern verfrachtet
durch Löcher und Gänge,
gestapelt im Schatten,
in drangvoller Enge.

Doch einige, mit großer List,
betätigen sich als Terrorist.

Sie attackieren den Riesen,
den miesen.

Der, stark zerbissen,
von Schmerzen zerrissen,
schüttet Wasser in ihr Haus.

Die Tiere fliehen, schwärmen aus
und sammeln sich in großer Hast
unter einem alten Ast,
wie nicht anders zu erwarten,
in seinem oder Nachbars Garten.

© bmh

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… Nur Ameisen?

Und Terroristen?

Sie zu vernichten wird nicht gelingen,
nur zu zerstreuen, sie tauchen gleich unter.

Und sie beim Nachbarn zu bekämpfen
hat auch Herrn Bush nicht viel genützt.

Er musste seine Hoffnung dämpfen.
Sein Land ist weiter ungeschützt.

© CH

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Die Gedichte sind 2007 geschrieben worden. Sie haben an ihrer Bisanz nichts eingebüßt- eher im Gegenteil. Der Name im zweiten Gedicht ist beliebig austauschbar.

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Obdachlos

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In ihre ausgestreckte Hand
legt sie den Obulus
der momentan entlastet

– sie von der Schuld die kollektiv
und tiefverwurzelt an uns allen nagt

– die Mutter von der Sorge
– und das Kind vom Hunger

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das Schönste aber war das Lächeln
das wir tauschten

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ausgestreckte Hand.jpg

 Die Zahl der Obdachlosen hat sich in München seit 2008 verdreifacht

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© bmh, 10/12/ 2. Version

 

HERBST

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apfelbaum

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DER
HERBST NAHT
SCHON HÖRE ICH
DIE KRÄHEN ANDERS SCHREIEN
KRÄCHZEN

bmh

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