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Bahne dir selbst deinen Weg
Chaos, sagt der Verstand, wenn er nicht mehr
seinen vorgestellten Weg, den linearen, wandern kann.
„Chaos“ schreit es in dir, wenn jahrhundertealte Worthülsen
in sich zusammenstürzen.
Terremoto! Die Erde tut sich auf und verschlingt im Sekundentakt
die festgetretenen Wege.
Berge und Täler ächzen.
Gekränkt schafft  der Verstand  sich neue Bilderwelten.
Doch die Sinne täuschen.
Du hast nichts zu verlieren, schaffst du dir einen eigenen Blickpunkt:
Gib dem Leben eine Chance. Bahne dir selbst einen Weg.

©bmh/2017/01

Vielen Dank, lieber Helmut für Dein gelungenes Antwortgedicht.

Helmut sagte:  Dein Text hat mir ein älteres Gedicht von mir in die Erinnerung zurückgeholt:

„Serpentine“:
Klug
wie die Schlange
zu gehn
und sich
die Mitte
von beiden
Seiten
besehn.
Und wieder und wieder
am Bauch sie zu fühlen.
Wenn auch
die Zeit
auf der Serpentine
einfach so liegen
bleibt.
Aber ein Hauch von Ewigkeit
begleitet dich
da,
wenn du
den Pfeilweg
nicht gehst,
der ordnend
die Ordnung
verletzt.

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