Er wollte frei sein. Frei! So reiste er weit fort, nach Indien, China und in die Mongolei … Sein Wissen wollte er vermehren, auf heil’gen Bergen meditieren… um dann gereift nach Haus zurück zu kehren.

Zu Selbsterfahrungszwecken bereiste er die letzten Ecken und nahm auf sich so manche Qual. Gefährlich war es allemal.

Doch manche dieser Berge sind inzwischen Wanderpisten. Dort tummeln sich vermehrt Touristen. Sie wollen auf den höchsten Spitzen einfach in der Sonne sitzen.

Die Ruhe, die er suchte, war gestört von diesen … Massen… Unerhört!

Ein Weiser hatte ihm gesagt – er hatte ihm zwar zugehört, doch es bis jetzt nicht hinterfragt – jeder Mensch sei gleich vor Gott.

Diese Erkenntnis brachte ihn hier sehr schwer in Bedrängnis…

Wo einst heilige Stille und pure Einsamkeit, liegt heute Müll auf ausgetretenen Pisten, fortgeworfen von Touristen – Eierschalen, Büchsen, plastifiziertes Brotpapier! Er fragte sich: : Was suchst du hier? … vom Wind getrieben, Vögeln gleich, verteilt sich’s in den Bergen weit und überdauert dort die Zeit.

bmh/2008

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