Die Sanduhr

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Die Sanduhr

Manchmal drehe ich sie um,
ich lass den Sand fein rinnen,
schau ihm zu und weiß warum,
so kann ich mich besinnen.
Sie erinnert mich sehr leise
„Carpe diem“ nütz den Tag,
gibt mir so auf sanfte Weise
einen Hinweis, den ich mag.  © CH

♦♦♦

Die Sanduhr

Die Zeit blieb stehen
denn aus Versehen
blieb ein Sandkorn stecken
im Hals
im
dünnen
jetzt kann die Zeit
nicht mehr verrinnen

es sei denn
oder am Tag –
und schüttelt sie sacht

© bmh

♦♦♦

Über die Arroganz

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Mir scheint die Arroganz
hat viele Köpfe.

Offensichtlich ist sie plump
und sehr schwer zu ertragen.

Rede ich über sie, kann sie sich
filigran verstecken hinter Worten.

Sie könnte auch nicht leicht
zu finden sein,
weil federleicht verpackt
in meiner Antwort.

*lächel*

© bmh, 07.02.2017

Eine kleine Antwort  zu:
https://poesiecom.wordpress.com/2017/02/01/das-blei-der-arroganz/

Poesie / Leben

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Poesie

Ich bin die Stille
der Klang
der Lauscher
die WElt
und die Geschichten
die sie erzählt

Sie erzählen sich von ganz alleine
Geschichten von 1000 und einer Nacht.

© bmh

♣♣♣

Leben

Ich bin
ohne Adjektiv
Ich bin
ohne Objektiv
Ich bin
ohne Konjunktiv
denn
Ich bin
Alles

© CH

Rundumsicht / Beide

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die-beiden

Rundumsicht

Emanzipiert
doch gemeinsam
auf ihrem Weg
und nicht einsam

den eigenen Blick behalten
den Sinn für das Leben gestalten
wie er für jeden erdacht

© bmh

♠♠♠

Beide

Hier stehe sie in Stein fixiert
die Plastik sie spricht Bände
sich zugeneigt emanzipiert
doch in den Köpfen alliiert
und reichen sich die Hände

der Stein kann uns ein Bespiel sein
für das bewusste Leben
sich zugewandt und freundlich sein
Gedankenaustausch groß und klein
sich Freude
Liebe geben

© CH

Schnee

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Bestimmung

Heraus aus heiterem Himmel
tanzten dicke Schneeflocken herab,
suchten ihre Plätze in der Schneedecke.

© Helmut Maier http://www.maierlyrik.de

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Still

Kurzes Schweben über dem Boden.
Sanfte Schatten vor der Laterne.
Blinkend lassen sie sich nieder.Lautlos.

© bmh


Gib dem Leben eine Chance

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Bahne dir selbst deinen Weg
Chaos, sagt der Verstand, wenn er nicht mehr
seinen vorgestellten Weg, den linearen, wandern kann.
„Chaos“ schreit es in dir, wenn jahrhundertealte Worthülsen
in sich zusammenstürzen.
Terremoto! Die Erde tut sich auf und verschlingt im Sekundentakt
die festgetretenen Wege.
Berge und Täler ächzen.
Gekränkt schafft  der Verstand  sich neue Bilderwelten.
Doch die Sinne täuschen.
Du hast nichts zu verlieren, schaffst du dir einen eigenen Blickpunkt:
Gib dem Leben eine Chance. Bahne dir selbst einen Weg.

©bmh/2017/01

Vielen Dank, lieber Helmut für Dein gelungenes Antwortgedicht.

Helmut sagte:  Dein Text hat mir ein älteres Gedicht von mir in die Erinnerung zurückgeholt:

„Serpentine“:
Klug
wie die Schlange
zu gehn
und sich
die Mitte
von beiden
Seiten
besehn.
Und wieder und wieder
am Bauch sie zu fühlen.
Wenn auch
die Zeit
auf der Serpentine
einfach so liegen
bleibt.
Aber ein Hauch von Ewigkeit
begleitet dich
da,
wenn du
den Pfeilweg
nicht gehst,
der ordnend
die Ordnung
verletzt.